Sonntag, 25.10., zwischen 11 und 14 Uhr:
alle 15 Minuten für jeweils 1 Person
(auf Wunsch mit Begleitung)
Tickets bei rausgegangen.de
Eine Reise in das eigene Familienfoto, inspiriert von der Praxis „Listening to images“ von Tina Campt
14+ | 15 Minuten | Deutsch | Sonderpreise (10-15 Euro) | im PATHOS theater
Fotos: © Britt Schilling
Sonntag, 25.10., zwischen 11 und 14 Uhr:
alle 15 Minuten für jeweils 1 Person
(auf Wunsch mit Begleitung)
Tickets bei rausgegangen.de
Wir alle haben und kennen Familienbilder. Wir nehmen sie oft als das, was man vordergründig sieht und das, was uns dazu als Kontext von der Familie vermittelt wurde, Aber was steckt womöglich noch dahinter und ist zunächst nicht sichtbar?
Zuschauer*innen melden sich für einen individuellen Slot an, bringen dazu ein Familienfoto (und auf Wunsch eine Begleitperson) mit und unternehmen durch ein Interview eine Reise ins Bild. Die Antworten vervollständigen das Bild, das damit live „übermalt“ wird.
Tina Campt über ihre Praxis „Listening to images“:
„Bei der Praxis „Listening to images“ geht es darum, Menschen dazu anzuregen, anders über Dinge nachzudenken, die sie für selbstverständlich halten. Es ist eine Einladung Dinge miteinander zu verbinden, die scheinbar keinen Sinn ergeben. Es scheint gegen die Intuition zu sprechen, einen anderen Sinn als den Sehsinn einzusetzen, um mit Bildern in Kontakt zu treten oder auf sie zu reagieren. Aber indem ich diese Einladung ausspreche, bitte ich die Menschen, sich für die Vielfalt der Reaktionen zu öffnen, die Bilder in uns hervorrufen. Und das geschieht jenseits dessen, was wir zu sehen glauben; wir reagieren auf eine enorme Anzahl von Reizen und Erinnerungen.
Es geht darum, Bilder so zu erleben, als wären sie Klänge. Und wenn man darüber nachdenkt, wie wir Klängen begegnen – denn Klang ist eigentlich Resonanz –, dann muss der Klang, damit wir ihn hören können, physischen Kontakt mit uns herstellen, mit unserem Trommelfell, mit unserem Körper. Und meine Einladung, den Bildern zuzuhören, ist genau das: uns dafür zu öffnen, was es bedeutet, den Dingen, die wir sehen, physisch zu begegnen, und ihnen zu erlauben, in uns einzudringen, in uns zu schwingen, mit uns zu vibrieren.“