Das 2te Ich

figuren theater tübingen

Termine

Samstag, 26. Januar 2019, 19.00 Uhr

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Reservierung unter Tel. 089/233-24482

  • Spieldauer: ca. 60 Minuten
  • Für Jugendliche und Erwachsene
  • Ort: Saal des Münchner Stadtmuseums
  • Kartenpreise: Erwachsene 16 €, erm. 13 € (Rentner*innen etc.), erm. 10 € (Mitglieder der GFP, Schwerbehinderte, Studierende, Jugendliche)

Eine Nacht in 12 Bildern, nach einem Traum von Walter Benjamin

Aufführung im Rahmen der Ausstellung „Wunder.Kammer“ (noch bis 27.1.19 im Münchner Stadtmuseum)

Figuren und Spiel: Frank Soehnle
Musik: Stefan Mertin
Regie: Enno Podehl
Choreografische Beratung: Karin Ould Chih
Dramaturgie und Technik: Christian Glötzner
Sprecher: Georg Peetz

Im Manuskriptmaterial Walter Benjamins zum Thema „Träume“ findet sich der Text „Das zweite Ich – eine Sylvestergeschichte“ von 1930. Es ist nicht geklärt, zu welchem Zweck Benjamin diese Geschichte verfasste. Man könnte sie auch für ein Exposé zu einem Theater-Sketch oder zu einem Kurzfilm halten: Ein Mann gerät am Sylvesterabend auf der Flucht vor seiner Einsamkeit in ein zweideutiges Lokal mit einem Kaiserpanorama. Dort zeigt man ihm in 12 Bildern eine Reise durch das alte Jahr – eine merkwürdige Begegnung mit seinem zweiten Ich. Denn die Bilder entpuppen sich als zwölf verpasste Chancen, vergessene Vorsätze und verdrängte Wünsche.

Der Text von Walter Benjamin bietet die Klammer für einen Abend aus zwölf Theaterbildern.
Als Prolog und Epilog eingesprochen, öffnet der Text Räume für den Mittelteil aus sprachlosen Begegnungen unterschiedlichster Art mit dem zweiten Ich. Begegnungen zwischen Mensch und Figur, Original und Abbild, Realität und Traum.

Frank Soehnle leitete nach seinem Figurentheater-Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart von 1987 bis 1990 das Figurentheater Karlsruhe. 1991 gründete er das figuren theater tübingen als freies Tourneetheater mit dem Schwerpunkt visuelles Theater für Erwachsene. Soehnle ist Darsteller und Figurenspieler, Figurenbauer und Regisseur; darüber hinaus arbeitet er in den Bereichen Konzeption und Grafik. Ein besonderes Interesse gilt der spartenübergreifenden und grenzüberschreitenden Theaterarbeit sowie der Figur am Faden. Zahlreiche seiner Regiearbeiten wurden ausgezeichnet. Er ist Gastdozent u.a. an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Stuttgart, der École Nationale Supérieure des Arts de la Marionnette in Charleville-Mézières, der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Berlin und der School for Visual Theatre in Jerusalem. Für das Münchner Stadtmuseum schuf er die Ausstellung „Wunder.Kammer. Frank Soehnles Theaterfiguren im Dialog mit der Sammlung Puppentheater“.

figurentheater-tuebingen.de

 

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