Das kalte Herz

Marionettentheater Bille, Unterschleißheim

Termine

Freitag, 29. November 2019, 20 Uhr

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  • Spieldauer: 70 Minuten
  • Für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
  • Ort: Saal des Münchner Stadtmuseums
  • Kartenpreise: Erwachsene 16 €, erm. 13 € (Rentner*innen etc.), erm. 10 € (Mitglieder der GFP, Schwerbehinderte, Studierende, Jugendliche)

Märchen von Wilhelm Hauff in 4 Akten

Spiel: Wlada und Florian Bille
Text, Inszenierung und Sprecher: Annelore und Otto Bille
Puppenköpfe: Arno Visino
Figurenbau und Bühnenbild: Otto Bille

Peter Munk führt im Schwarzwald die Köhlerei seines verstorbenen Vaters. Er ist mit der schmutzigen, anstrengenden, schlecht bezahlten und wenig respektierten Arbeit unzufrieden. Er träumt davon, viel Geld zu haben und angesehen zu sein. Von seiner Mutter erfährt er, dass es im Schwarzwald einen Waldgeist, das Glasmännlein, gibt. Dieser erfüllt jedem, der wie Peter Munk an einem Sonntag geboren ist, drei Wünsche. Doch da Peter bei seinen ersten beiden Wünschen, Geld und Tanzkünste für das Wirtshaus und eine Glashütte mit dem zugehörigen Pferdegespann, wenig Verstand beweist, verweigert das Glasmännlein Peter die Erfüllung des letzten Wunsches. Peter ist dennoch zunächst sehr zufrieden. Er wird schnell zum angesehensten Mann im Schwarzwald. Doch der fehlende Verstand für sein Geschäft macht sich bald bemerkbar. Zunehmend gerät er in den Sog des Müßiggangs und der Spielerei. Er vernachlässigt seine Glashütte derart, dass er sie zuletzt verpfänden muss. In seiner Not wendet er sich an den Holländermichel, der – im Gegensatz zum Glasmännlein – mit dem Bösen im Bunde steht. Michel erweist sich großzügiger als das Glasmännlein, fordert als Preis für seine Hilfe allerdings Peters Herz. Peter lässt sich auf den Handel ein – mit schlimmen Folgen für seine Mutter, seine Frau und alle, die mit Peter zu tun bekommen. Denn Peter ist nun bald für seinen unerbittlichen Geiz verschrien. Als er in einem Wutanfall seine Frau erschlägt, kann auch das Glasmännlein nicht mehr helfen. Peter muss sich selbst dem Holländermichel stellen. Wird er sein Herz zurückbekommen?

Urkundlich seit 1794 und nun in 10. Generation wird der Puppenspielerberuf in der Familie Bille weitergegeben. Ursprünglich in Sachsen beheimatet, zogen Otto und Annelore Bille 1960 in den Münchner Raum, wo sie sich ein neues Theater aufbauen konnten. Von 1986 bis März 2012 hatte das Theater eine feste Spielstätte in der Au. 2009 übernahm Otto Billes Enkel Florian mit seiner Frau Vlada die Bühne, die seit 2012 in Unterschleißheim ein neues Zuhause gefunden hat.

marionettentheater-ush.de

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