Simplicissimus

Theater CORPUS, Norwegen

Termine

Freitag 28. und Samstag, 29. Mai 2021, jeweils um 20 Uhr

Karten voraussichtlich ab 1. Mai bei München Ticket.

Sollten die Theater Ende Mai weiterhin geschlossen bleiben, findet die Inszenierung als Online-Stream statt.

  • Spieldauer: ca. 90 min.
  • Für Erwachsene
  • Sprache: Norwegisch mit deutschen Untertiteln
  • Ort: Saal des Münchner Stadtmuseums
  • Preise: Erwachsene 16 €, ermäßigt 13 € (Rentner*innen, München-Pass, TheaGe), ermäßigt 10 € (Mitglieder der GFP, Student*innen, Jugendliche unter 18 Jahren, Schwerbehinderte)
  • Der Zugang ist barrierefrei möglich. Rollstuhlplätze bitte reservieren unter Tel. 089-233-22347 oder per E-Mail an kontakt@figurentheater-gfp.de
  • Es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen des Münchner Stadtmuseums und der Kooperationspartner.

Eine Figurentheater-Collage über das deutsche Satiremagazin „Simplicissimus“

Als Albert Langen und Thomas Theodor Heine 1896 die Zeitschrift „Simplicissimus" gründeten, erlebten Karikatur und Satire eine Blütezeit in der westlichen Zeitungswelt. In einer Kombination von dreisten und politisch wagemutigen Inhalten mit einem klaren, direkten und überraschend modernen Grafikdesign, griff der Simplicissimus die steifen preußischen Militärs und die starre Klassengesellschaft aus dem Blickwinkel der etwas entspannteren, liberaleren Atmosphäre in München an.

Während der Weimarer Republik erschien das Magazin weiter und positionierte sich klar gegen Extremismus von rechts und links. Nach der schrittweisen Machtübernahme der Nationalsozialisten waren die Autor*innen und Künstler*innen des Simplicissimus Angriffen, Bedrohungen und persönlichen Einschüchterungen ausgesetzt. Der Herausgeber Thomas Theodor Heine, der jüdische Wurzeln hatte, wurde 1933 gezwungen seine Position aufzugeben. Andere Redaktionsmitglieder und Künstler wie Kai Arnold, Olaf Gulbransson, Edward Thöny, Erich Schilling und Wilhelm Schulz blieben und passten sich an die offizielle Parteilinie an. Die Zeitschrift wurde bis 1944 in sich stetig verkleinernder Form publiziert.

Die Inszenierung „Simplicissimus“ ist ein satirisches, musikalisches Figurentheater-Kabarett mit Musik von Maja Ratke und Poing nach einem Text von Knut Nærum und Tormod Lindgren. Im Zentrum steht der Konflikt zwischen Olaf Gulbransson und Theodor Heine. In einer mehrdeutigen Collage stellt das Stück die Frage nach dem Gewissen und der Freiheit des Künstlers.

Weltpremiere: 29.4.2021 in Norwegen

Das Theater Corpus wurde 2017 von Tormod Lindgren gegründet und arbeitet mit verschiedenen Techniken und szenischen Formen mit einem Schwerpunkt auf Figurentheater. Tormod Lindgren ist der künstlerische Leiter des Theater Corpus und wurde für seine Inszenierungen mehrfach ausgezeichnet. Seine Arbeit umfasst Bühnenbild, Kostüme, Video, Puppendesign und Regie. Er hat 100 Produktionen in den Bereichen Theater, Tanz, Puppe und Oper auf der ganzen Welt entworfen.

Team
Idee, Regie, Puppenentwürfe, Kostüme, Bühnenbild: Tormod Lindgren | Stück: Knut Nærum, Tormod Lindgren | Dramaturgie, Übersetzung: Christina Just, Thomas Raff | Komposition, Musik: Maja Solveig Kjelstrup Ratkje, Poing (Frode Haltli, Håkon Thelin, Rolf-Erik Nystrøm) | Spiel: Knut Alfsen, Dominika Minkacz-Sira, Kristian Winther, Ragni Halle, Thomas Hildebrand | Produktion: Tormod Lindgren, Camilla Svingen | Puppenbau: Tormod Lindgren, Thale Kvam Olsen, Steinar Kaarstein | Lightdesign: Teater Innlandet | Lichttechnik auf Tour: Eirik Ingebrickson | Koproduktion: Teater Innlandet

www.theatercorpus.com

 

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